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Gender-Sprache als Wettbewerbsnachteil?

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Nur ein Klick und der Besucher ist wieder fort. So einfach geht das im Internet. Wer sich ein Buch gekauft hat, wird vielleicht 20, vielleicht 50 oder sogar 100 Seiten lesen, um zu entscheiden, ob das denn nun interessant ist und bis zum Ende gelesen wird. Wer an der Universität studiert muss zwangsläufig alles zu Ende lesen, was benötigt wird um die Klausuren zu schreiben. Aber im Internet? Was auf den ersten Blick keine Klarheit schafft, ist schnell wieder vergessen.

Kurze Sätze und klare Sprache...

Sicherlich, wir können Texte auch gendergerecht formulieren, wenn der/die Kunde*in das verlangt. Nun gibt es unterschiedliche Sprachtools im Netz, die sich das Ziel setzen, die Lesbarkeit von Online-Texten zu bewerten. Gendergerechte Texte schneiden bei diesen Online-Tests eher schlecht ab. Ja, im Kontext einer korrekten Grammatik ist die Gendersprache kaum zu realisieren. Ob dies das Herz der Suchmaschine erfreut? Neukunden finden Ihre Angebote, wenn Suchanfragen auf die Textinhalte Ihrer Seite treffen. Und diese Suchanfragen werden meist so einfach wie möglich formuliert. Mit einer ausgefeilten Gendersprache entfernen Sie sich von einer Vielzahl der eingegebenen Anfragen in der Suchmaschine.

Diskriminiert das generische Maskulin weibliche Leser?

Hintergrund der manchmal etwas sehr bemüht wirkenden Gendersprache ist der Gedanke, dass das generische Maskulin den weiblichen Leser zu wenig anspricht. Und das könnte als eine Diskriminierung der Frau angesehen werden. Das generische Maskulin ist eine Spielart der deutschen Sprache. Im türkischen Sprachgebrauch beispielsweise gibt es dieses Sprachkonzept überhaupt nicht. Ob das Fehlen des generischen Maskulinums nun wirklich dazu beiträgt, die Emanzipation der Frau fortzuentwickeln? Jeder mag diese Frage selbst beantworten.

Die geschlechtsneutrale Ansprache

Das generische Maskulin macht zunächst keine Aussage über das Geschlecht von Personen. Wenn ich sage: „Nur 20% aller Manager sind Frauen“, dann kann dies nur bedeuten, dass mit dem Wort „Manager“ sowohl Männer und Frauen gemeint sind. Ändere ich diesen Satz in „Nur 20% aller Managerinnen sind Frauen“, dann verliert er nicht nur seine ursprüngliche Bedeutung, sondern wird auch absurd. Verschiedene Konstrukte der deutschen Sprache treffen keine Aussage über vermeintliche Geschlechterrollen, unabhängig davon, ob bestimmte Geschlechter sichtbar gemacht werden. Habe ich bei dem Satz „Die Polizei, Dein Freund und Helfer“ nur weibliche Polizisten vor Augen? Sogar „die Männer“ werden in der Mehrzahl generisch Feminin. Verlieren Sie dadurch ihre Männlichkeit? Man könnte sogar argumentieren, dass geschlechterspezifische Diskriminierungen erst durch die gendergerechte Sprache entstehen. Denn durch diese Sprachkonstruke werden geschlechterbezogene Unterschiede erst hervorgehoben im Kontext von Sachverhalten, wo sie bisher überhaupt keine Rolle gespielt haben. Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, Sätze so zu formulieren, dass Gendersternchen und Gender-Gaps raffiniert umgangen werden. So wird der Student zum Studierenden und aus Radfahrern werden Radfahrende. Doch tatsächlich wird hier ein Terminus, der die weibliche Zielgruppe nicht sichtbar macht, durch einen anderen ersetzt, der das selbe ebenfalls unterlässt. Unsere Sprache verliert aber an Vielfalt.

Wir schreiben, so wie der Auftrag erteilt wird!

Natürlich: Der Kunde ist König. Oder sollte ich nun schreiben: Die Einkaufenden sind König. Schade, wenn solch markante Sätze aus unserem Sprachgebrauch verschwinden sollten. Sie erteilen den Auftrag und wir schreiben die Texte so, wie es im Auftrag beschrieben wurde. Ob Sie nun eine gendergerechte Sprache bevorzugen oder eine klare und nachvollziehbare Grammatik, liegt bei Ihnen. Wir bekommen das schon hin!

Foto: ShuaiGuo / pixabay.com (CC0 Creative Commons)
Artikel geschrieben von Andreas Mettler
Veröffentlicht am Mittwoch, 13. Juni 2018

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